Nov 06
Stoffwechseln
So nach einiger Zeit mal eine kleine Statusmeldung. Es wird Zeit denn irgendwie haben wir den hippen Hype um “ich hab hunger” oder “Ich werd dann mal stoffwechseln gehen…” Statusmeldungen verschlafen. So bekamen die FiveAces Interessierten kaum was mit von Flos “ICH MANN REIßE 3 SAITEN PRO PROBE KAPUTT - HUGA”. Oder davon, dass ich jetzt Elixirsaiten auf meinem Bass spiele, die niemand in der Band sonst berühren darf. Denn deren Kraft bringt Gitarristenhände zum schmelzen. Also mal so gesagt:

Der Status ist: FiveAces machen ihre Sache offensichtlich ganz gut…. zumindest nicht schlecht. Weniger Zuhörer werden es nicht und mit Lügen und fantastischen Versprechungen brauchen wir sie auch nicht mehr zu unseren Gigs locken. Und nicht mehr nur unsere Omas finden die Musik ihrer “lieben Jungs” gut sondern auch andere Leute aus freien Stücken (Dafür finden uns unsere Omas jetzt zu laut).

Seit einem Jahr etwa hat sich einiges getan. Mark ging, Geoffrey kam und macht seine Übungen an diesen Salatschüsseln nun bei uns im Proberaum.

Nach einigen Monaten und guten Gigs mit Pat, wollte dieser sich ins wahre Leben zurückziehen. Rockstar werden will halt nicht jeder. Sein Nachfolger Robin, ein übler, stattbekannter Kneipenschläger (Hausverbot in Mensa, Ikuwo, Klex, Kaffee Koeppen, Wohnheim Makarenkostraße, Geokeller, Frauenfußballverein Greifswald, Katzenauffangstation e.V., Dom St.Nikolai, Arbeitsagentur) hat die Stelle schnell übernommen.

Hier ein polizeibekanntes Bild:

Die Band hat also ihren Sound erfrischend umgekrempelt, im Gegensatz zu den Socken.

Nun wir sind ohne Leerlauf komplett geblieben und weiterhin On Stage in HGW. Die Erstiebegrüßung lief gut. Irgendeine interessant kostümierte Menschin hat da mehr Blicke auf sich gezogen als wir. Wer war das? Wir könnten sie buchen! Fotos findet man auf der Webseite. Super, dass das Wetter genau gepasst hat. Leider ist es - wie immer bei der Erstiebegrüssung - schwer die Leute für Musik zu begeistern, wenn sie sich grade für ihr frisch angefangenes BWL Studium zu begeistern versuchen - mit Erstietüten und Tutoren, die schonmal in der Stadtführung checken, ob es ein interessantes Semester wird oder nicht.

Das Band-Festival Rock am Ryck wird bandintern übereinstimmend, als unser bisher bestes Konzert deklariert. Die Umstände waren auch einfach super:
Die Location war toll ausgestattet, mit Discokugel und so… Backstagebereich mit Bier und so… und großer Bühne mit allem an Technik, was man so braucht und so. Lediglich den Wirlpool und Bandsauna haben wir vermisst. Für die Drummer sollte auch immer ein Kraftraum vorhanden sein, um ihnen ihr gewohntes soziales Umfeld nicht zu nehmen. Aber da hat man peinlich zugeben müssen, dass das noch nachgebessert werden wird. Na dann vielleicht beim nächsten Mal.
Ganz voll wurde die Bude nicht, doch die, die da waren, machten von Anfang an Stimmung… schon Tewes Dovin the One-Monoman Solomaster machte mit Rockröhre und Klassikern den einen oder anderen “Mitröhrer” heiser, und bereitete so schonmal eine gute Grundlage für den weiteren Abend.

Der Planung vom Team EXIL Erlebnisbar, rund um die überall wirbelnde Maren, sei also wirklich gedankt für allen Aufwand und Kümmerei. Wir hoffen, es hat sich auch für Euch gelohnt. Wir haben uns jedenfalls gut aufgehoben gefühlt und stehen weiterhin für jede Schandtat in jedem Umfang bereit!
Danke auch an die anderen Bands, die sich nicht in ihren eigenen Kreis zurückgezogen haben, sondern auch als Zuschauer für gute Stimmung sorgten. Der Backstagebereich war wärend der Konzerte jedenfalls raltiv leer, trotz VIP-Lounge-Feeling und gefüllter Bar. Und die meisten Musiker sah man auch noch bis zum Ende (gegen 2 Uhr?) vor Ort.
Und natürlich danke an alle Besucher. Es wurde ja relativ spät, nicht unbedingt zum Vorteil des Headliners Bonobos. Ich denke alle Bands hatten ihren Spaß. Hört sie, kauft ihre CDs, groupied sie oder meldet Euch zumindest mal beim Newsletter an wenn es Euch gefallen hat.
Es wurden übrigens Videos mitgeschnitten. Also ab und an mal auf deren Seite gucken, ob schon was hochgeladen wurde. Wir werden unser Zeug wohl ins Netz stellen, wofür sonst haben wir schließlich sonen komischen youtube-channel.

WIR… kommen jetzt zu uns. Ne zum Ende… zum Ende mit uns. Also, was steht an? Momentan haben wir einiges auf dem Plan. Neue Songs mehren sich und werden bald zu einem Album konglomeriert. Bereits fertig:
- Itchy Feet - ehemals “Funksong”. Der Arbeitstitel hat sich irgendwie eingebrannt. Ich hätte ihn auch Funkosaurus genannt… oder Funkenstein. Hmm ok so müssen wir definitiv nochmal nen Song nennen *Memo an mich*. Gefährliche rhytmische Stelle gegen Ende. Als Fan bitte aufpassen ob wir die Pause richtig spielen und uns gegebenenfalls noch während der Performance auf der Bühne darauf hinweisen, dass wir scheiße sind.
- Crossroads - schon oft live gespielt, 7/8 Takt, Originalzitat Mark: “Ich weiß nicht warum das nicht aufgeht? Hmm passt auf ich zähle mal laut mit… eins zwei drei vier fünf sechs sie ben”. Den eigentlich unkomplizierten, graden Refrain habe ich noch nie richtig gespielt. Naja mal gucken ne? Det wächst noch!
- Paper Push - yeah! Schon einige Male live gespielt.
- Ein Song der bisher nur “Tremolosong” heißt… was qietscht hier so? Oh David… ah singst Du schon? Sehr guter Titel soweit…

=> Das neue Album wir geprägt sein von Flos Songwriterarbeit, während auf Tapejam noch einiges an Marks Kompositionsarbeit eingeflossen ist.

David hat auch einen Song geschrieben, aber den Takt kapiert keiner außer er. Geht ungefähr so: 4/4, dann 7/8, dann stolze 4 Takte lang 6/8, noch 2/8 einschieben damits wieder passt und dann gehts irgendwie weiter….irgendwie.
Robin hat auch noch was auf Lager, schnitzt aber noch dran.
Ich werde auch noch was schön, schmachtendes, weibisch-keifendes beisteuern. Alles schon in se make. Aber das dauert noch :(
Bis dahin brauchen wir, nach all den bereits beschriebenen frischen und faulen Winden, neue Demos zum Verschicken und Onlinestellen. Wir haben uns tierisch weiterentwickelt und wollen nun auch im Web FiveAces 2.0 erreichen.

Außerdem wäre, nicht nur wegen der Abwechslung, sondern auch wegen unseres immer mal wiederkehrenden Hang zur Kneipenecke, es an der Zeit ein richtig rollendes Akustik-Set einzustudieren.
Das sind nunmal echt gemütliche Gigs da direkt zwischen den Leuten sitzend. Ok im Alter muss man sich beim coolen, schwungvollen “Aufsetzen auf den Barhocker” in Acht nehmen, dass man sich nicht auf den eigenen Sack setzt - das passiert bei “Stehkonzerten” nicht (Martin: “Man merkt, dass man alt wird, wenn die Glocken tiefer hängen als das Seil”). Aber das wäre doch auch mal was oder? Und den Abend Bier und Baguettes frei - für die Band!. Draussen Schnee und kalt, drinnen gedämpftes Licht und Bluesversionen unserer Songs. Und ein Bassist der wiedermal mit Abwesenheit eines akustischen Instrumentes glänzt und das Ganze trotzdem als Aku-Set verkaufen will.

Was meint ihr denn? Hmm… Machen wir es wie in diesen Rollenspielen - wir haben einen Level up und Ihr könnt Euch einen neuen Skill aussuchen. Wie “Gandalf der Graue”, der zu “Gandalf dem Weißen Riesen” wird und damit 10+ auf “Bartwuchs” bekam:

Möglichkeiten:

+ Demos: beschleunigt das Finden neuer Livespielorte
+ CD Produktion: Ein neues, rundes, fertiges Album kann man nicht früh genug erarbeiten
+ Akustik-Set: für kleine Kneipengigs sind wir immer zu haben. Doch jeder Song muss einzeln angepasst und erarbeitet werden.
+ “Deine Muddar” Schutz: Geoffrey wird öffentlich am Markt bestraft, wenn er innerhalb 2 Stunden 5 “Deine Muddar” Kommentare gelassen hat. Die Art der Strafe bestimmt der Pöbel. Auf Nacktheit sei generell zu verzichten. Termin der Bestrafung wird eine Woche vorher per Newsletter (anmelden!) bekannt gegeben.
+ Martin zum Bandkaiser krönen: erhöht die Arbeitseffektivität um 30% | Senkt die Arbeitsmoral um 76% | 13% Gefahr eines blutigen Umsturzes je Probe | Krone wird aus “Tränen eines Sängers” geschmiedet.
+ Jobs suchen: Um Flo eine Neue Gitarre zu kaufen jobben wir bis das Geld reicht. Leider gibt es nur ein akzeptables Gerät
(Auf Jobs die Nacktheit einschließen sei auch hier zu verzichten)

So seit 34 Stunden auf den Beinen (mit 2 Stunden Schlaf-Pause), quer durch MV und zurück und das kommt dabei raus… -.-
Schöne Woche! und ab jetzt gibts nen regelmäßiges kurzes Statusupdate.

Bin dann mal stoffwechseln
Martin

Okt 25
Greifswalder Tourbetrieb
So aufgebackenes Brötchen? - Check!
Käse- und Gurkenscheiben? - Check!
Tee so schwarz wie Monthy Pythons schwarzer Ritter? - Check!
Schlechtes Wetter Outside? - Check!
Das perfekte Ambiente um mal wieder zu bloggen.
Wenn mich nicht ein Hund mit hoher Frequenz von der Seite anatmen würde. „Weg da kusch… pscht!“. Ich versuche mich auf die letzten Bandwochen zu konzentrieren während ich das gerne blähende Tier wegschiebe.
Schreibwut komme!
Was war da noch?… ach ja wir haben einiges an Konzerten gegeben. Los ging es vor der Mensa. Wir haben die Ersties mit unserer Musik „begrüßt“. Blöde Situation eigentlich denn:
Diese (natürlich kostenlose) Veranstaltung war eine Begrüßungs- und Infoveranstaltung für Erstsemestler. Die kommen da um 15 Uhr zu tausenden (  ) an und suchen ihre Tutoren, welche sie dann durch die Stadt führen und die Uni zeigen. Die Ersties können denen Fragen stellen und am Ende gibt’s noch ne Kneipentour mit jeder Menge „lernen wir uns kennen“. Logisch, dass die aufgescheucht durcheinanderlaufenden Ersties da voll Bock auf ne abseits stehende Band haben. So versammelten sie sich zu tausenden vor der Bühne und schauten lethargisch sabbernd mit offenen Mündern auf unsere Griffbretter, ließen ihre Infoveranstaltung, ihre Stadtführung, die kondomgefüllten Erstietüten und die anschließende „lernen wir uns kennen und lieben“ Kneipentour nur für uns sausen… hmm naja eigentlich war es nicht ganz so… also eher weniger…. Das heißt es war eher das Gegenteil der Fall.. obwohl wenn man drüber nachdenkt … ne halt das mit dem Gegenteil war schon richtig. Ok was solls – die Leute sind schließlich neu in der Stadt, kennen kein Schwein, suchen aufgeregt ihre Gruppe und werden dann auch noch von der Seite mit „you stupid fool“ angelabert… und zu ihrer Enttäuschung werden sie feststellen, dass die kondomgefüllte Erstiebegrüßungstüte, statt mit anständigen Gummis nur mit Kugelschreibern gefüllt ist. Dazu Werbung von Radio 98eins („Kommt zum Radio!“), „Pizza-Angelo“, 2 Bonbons, eine Tüte Gummibären und Schlüsselband „Uni Greifswald Rulz“… -.-
Auch die wertvollen und sonst so beliebten Damen- bzw. Herrenrasierer sucht man vergebens zwischen all den Flugblättern.
Aber mir wurde mehrfach bestätigt, dass der Stoffbeutel, in dem diese Ausbeute ausgehändigt wurde ganz hervorragend wären. Weil gut für die Bäume und so.
Also der Erstsemestler weiß nun, dass er was für die Umwelt getan hat und wo er unbedingt eine echt deutsch-italienische Pizza herbekommen solle. Rasieren muss warten. Flyer von Five Aces fänd ich persönlich praktischer. Oder statt der Kneipentour einen Dönerladen-Orientierungslauf:
„Ok Du willst von der Makarenkostraße aus zum Bahnhof? Dann gehst du am besten über die Dönerbude „Schläfer-Döner“ neben dem Penny - die Straße runter bis zum „Türkische Träume“. Dann links in die Fußgängerzone, vorbei am „Bagdad‘s Best“ bis zur Kirche, dann wieder links und Du siehst schon vom Weitem „Döner Palast“. Da gehst Du aber nicht direkt hin sondern biegst vorher nach rechts ab, vorbei am „Ajatollah and Friends“ in die Bahnhofsstraße, der folgst Du bis zur „Döneria am Bahnhof“. Dann schau Dich um, Du bist bereits am Bahnhof“.
Für Stärkung unterwegs sorgen die hiesigen, integrierten , Budengötter, deren Fachfräfte wir nach neusten Wirtschaftsstudien dringender denn je brauchen. Dazu muss man kein Genie sein, das zu merken oder? Sonst verlaufen wir uns doch dauernd…
Ha aber die kommen mit Kneipentour was? Am Arsch… Ich sollte in den Asta – da lernen die Ersties wenigstens noch was. Tauscht den Alkoholismus gegen Dönerlismus.
Also der Mensaauftritt war eigentlich OK, große Bühne mit Rugbyspielern davor, an den Seiten auch das ein oder andere Gesicht, das man schon kannte (Ihr wart die Besten! Vor allem die, die geklatscht haben). Lichtverhältnisse waren auch gut weil Sonne und so…
Dennoch steigerungsfähig.
Das „Ravic“ eine urgemütliche Kneipe in den Seitenstraßen Greifswalds sollte folgen. Wir haben inzwischen auch ne recht routinierte Tetris-Taktik zum Beladen des Bandkombis. Inzwischen schaffen wir es schon mit einer Fahrt komplett anzureisen. Professionalität – wir kommen! (irgendwo am Horizont). Jedenfalls ist das Ravic ein Hingucker, ich beschreib es nicht weiter – hingehen und selbst gucken!
Die „Bühne“ war diesmal aber eher klein – bzw… also eher gar nicht da (was wirklich ziemlich klein ist). Im Grunde haben wir uns nur an ein Ende der schlauchförmigen Kneipe positioniert. Hinter uns noch 15 Plätze frei die sich bald mit Geburtstagsgästen füllen sollten. Wir hatten sogar erstmalig ein richtiges echtes Klavier – nicht so ein neumodischer Taschenrechner wie ihn Flo sonst bedient. Mit Holz und echten Tönen. Das machte die Bühne allerdings noch kleiner, der Verstärker mussten etwas enger zusammenrücken und dann wollten die anderen auch noch sitzen. Hey Leute tun wir nicht cooler als wir sind! Naja ich bin der Einzige der anständig gestanden hat. Das Publikum war uns wohlgesonnen. Eintritt war sogar wie es sich gehört frei… Ja so eine Kneipe – das ist schon unser Métier (olala frcois hier). Die Geburtstagsgruppe hinter uns, vor uns zuhörende (!) Leute die sogar ohne Aufforderung klatschten. Nice! – Vielleicht war es Davids erste Ansage die das Eis brach „Hi wir sind Five Aces und wir versuchen Euch heute Abend nicht so sehr auf den Sack zu gehen“. Demnach heimsten wir nach dem Gig auch einiges an Lob ein.
„Vom Gitarristen hätt ich gerne mehr gehört“, „Boah das Klavier voll Gefühlvoll Alde“, „Gesang war super und Gitarre und Klavier auch. Drums auch – in der Reihenfolge“… soso der Bass ist also nicht der Rede wert – dabei ist der doch so schön blau.
Ach ja beim Thema „blau“ – natürlich ließ sich das Ravic nicht lumpen und versorgte die Kapelle den Abend über hervorragend mit alkoholischen Sprudelgetränken von erfrischender Natur. Die Wirkung konnten wir hervorragend an uns studieren, vor allem an Mark. Im weiteren Verlauf der Nacht fanden wir das schreckliche Geheimnis der Froschkönigin heraus (es läuft auf Sodomie unter Zuhilfenahme von Kugelgegenständen hinaus). Das bringen wir noch an die Öffentlichkeit – das wird ein Kracher. Spätestens zu Hause merkte ich dann, wie lange ich vorher schon nicht mehr Bass gespielt habe (fast den ganzen Sommer). 2 Blasen an den Fingern und eine tief klaffende Daumenverletzung die ich mir irgendwie später zugezogen hatte. Naja so groß war sie nicht, nur ein Fetzen haut den man hochklappen konnte um zu gucken was sich so unter der Haut tut. Und die haben dort ne Menge Spaß das kannste wissen. Naja mit jeder Beschreibung wurde die Wunde am Daumen etwas größer – endlich mal wieder etwas wehleidig, dummerweise taten mir die Hände diesmal wirklich an 3 Stellen weh so dass ich dem folgenden Gig etwas angespannt gegenüber stand.
Bassverbot und Fingerschonen für einen Tag – bloß nicht die Blasen aufreißen – darunter ist immer so aua wenn man auf Draht drückt.
Dennoch: Ikuwo was calling – unsere nächste Location. Die letzte Bastion des Feminismus in Greifswald (obwohl es mit einem Phallussymbol – dem großen „I“ beginnt.). Der Hort des „Dagegenen“, Paslast der Antifasischten, Queer is fair“ und Freiheit für Tibet. Die Oase der Unkommerzialität. Für 2-3 Euro durfte man dazugehören. Es gab sogar einen Anlass: Die Biologen feierten den Einstand der neu angespülten Erstsemestler.
Jawollja! Das ist mal ne Bühne. Dick und breit, protzig und garantiert schlecht für den Regenwald und all die Waldfrösche. Hmm? Naja jedenfalls gab es ne noch dickere Anlage dazu, dann super viel Licht und hach ist das „ordentlich“ hier. Da kommt man sich schon fast komisch vor, wenn man nicht alles mit Klebeband herrichtet. Man erinnert sich an die große Bühne des Mensaauftrittes und die der Kiste. Bisher lief es auf diesen großen Bühnen doch immer irgendwie… naja verstockt. Grade fühlten wir uns der Kneipenkultur zugehörig und nun bekommen wir sogar schön bunte Lichtchen mit Glitzer und Rot und Nebel. Tja aber etwas Armfreiheit ist schon ne super Sache und die Blähungen eines gewissen Bandmitgliedes würden diesmal in der Nebelmaschine untergehen oder sich auf der Kilometerlangen Bühne gar ganz verlieren ohne das man es wegatmen muss.
Der Tanzsaal (der mit der Bühne) ist noch leer, weil nur die Stars (wir – haha) zutritt hatten um alles vorzubereiten. Inzwischen waren wir aber schon beim Schachspielen und whatever beschäftigt während sich das Ikuwo echt füllte. So langsam platze die Menge aus Mangel an Beinfreiheit in den Tanzsaal zur leeren Bühne. Unser Zeichen anzufangen. Schnell ein Pflaster auf die Meter tiefe Wund im Daumen.
Da wir nicht sofort mit nem Song vor halb gefüllten Saal loslegen wollten fingen wir, wie auch im Ravic mit ner kleinen Jamsession an. Wie immer gab es „Einmal Emoll oder A moll bitte zum hier hören“. Da haben wir noch etwas „potenzial nach oben“ wie man mir schon mal bescheinigte.
Was ist n das? Was da so komisch klingt? Hmm komisch? Ne… gut! Ja irgendwas klingt da gut… sind wir das? Ne echt? Ja knorke! Vom ersten Moment an rockt der Sound alle bisherigen Auftritte weg. Ich höre mich wohl zum ersten mal selbst und muss nicht so ganz „blind“ spielen (was bekanntlich ja eigentlich egal ist). Doch irgendwas ist komisch mit dem Publikum, da bewegt sich was? Jetzt muss man nur noch herausfinden ob diese Bewegung a) Richtung Ausgang oder nur b) quer durch den Saal ist. In der Tat war es c) im Takt der Musik. Also erste Anzeichen von Tanzen. Potzdonner und Zapperment.
Ja supi, das lief echt gut. Keine nennenswerten Pannen, das Verhältnis von Klatsch- und „wuhuuu“ Faktor beim Beenden der Songs hat sich angenehm in Richtung Gejohle verschoben.
Nebel und Licht waren gut eingesetzt also Kompliment an alle Mitwirkenden. Nach 2 Bieren (alles genau notiert an der Bar) konnte ich dann im wunderbarsten, strömenden Regen nach Hause radeln.
Zum Glück hatten die örtlichen Ordnungshüter besseres zu tun als meine Lichtlosigkeit zu tadeln.
Der Abbau folgte am nächsten Morgen. Ich kam 20 Minuten zu spät (was irgendwie schon blöd war) – und da war dann auch schon alle Arbeit getan (was irgendwie gut war).
Letzter Gig dieser Greifswald-Tour fand dann im C9 statt. Für 2 Euro konnte man uns dort sehen. Bühne war eine großzügig bemessene Ecke und viel Platz im „Konzertraum“…. Hmm ich hab grade keine Schreiblust mehr, daher mach ich es kurz: Es war rappel voll (wir bilden uns gerne ein, dass es wegen uns war), der Sound ging in Ordnung und das Ambiente war echt super. Warmes Licht und Freigetränke (Danke Franzi!). Die Songs kamen gut an, unseren Applaus bekamen wir auch diesmal ohne den „So Song ist jetzt zu Ende“ Spruch. Da dieser Laden in der belebten Innenstadt legt und man Konfrontationen mit der Nachbarschaft vermeiden wollte, sollte so gegen 12 Uhr Schluss sein, daher wurde etwa eine Stunde nachdem wir aufgehört hatten zu spielen langsam der C9 Räumtrupp aktiv.
Der Fleischberg von Rausschmeißer war dann auch nicht verzagt, seinem einzigen Zweck nachzukommen und fing schon mal eifrig an zu schubsen. Klar immerhin gab es doch den Marschbefehl. Und ein Befehl ist - nun haltet Euch fest:
„Eine mündlich oder schriftlich übermittelte Willensbekundung mit Anspruch auf Gehorsam“!
Das sollten die mal im Ikuwo machen. :o)
Tja das waren so unsere Bühnenaktivitäten. Geprobt haben wir eigentlich nicht mehr und können nun weiter Songs schreiben. Balladen ohne Ende sag ich Euch! 2 Neue Songs, deren Inhalt ich nicht kenne, sind schon ins Standard-Repertoire gewandert. Weiteres folgt…
Ja dann versuchen wir nach wie vor in andere Städte zu gelangen. Sralsund direkt vor der Haustür hat bisher noch nicht so wirklich geklappt. Rostock ist grade im Gespräch. Das wird nochmal ne andere Hausnummer – aber in Greifswald haben wir eigentlich fast alle Locations durch also Strecken wir unsere Fühler weiter in Richtung Westen aus.
Man darf also gespannt sein
Junior Vize Präsident
Martin
Ach ja, einer unserer treusten Fans – er war bereits auf mindestens 3 Konzerten - hat übrigens auch nach dem 3. Konzert und all seinem Lob für uns keien CD gekauft. „Ja hmm ach nee heute… hmm“ … tztz.
Feb 16
Five Aces im Außendienst

Der Die Das…

Der Klecks, die Kiste, das Publicity…. ok eigentlich das Klex, aber das hier liest eh keiner. Gut dann will ich die 4. internetlose Nacht infolge mal damit verbringen unseren Blogsport voranzutreiben. Ich (Martin) bin wohl inzwischen zum offiziellen Blogadmiral geworden. Da das hier keiner liest (die letzten Einträge haben immerhin 3-4 Klicks) kann ich meinen Wahnsinn etwas ausleben. Tee ist gemacht, Schokolade liegt bereit, Twin Peaks Soundtrack läuft… => gogogo!

Also die letzten Five Aces Aktivitäten sind glücklicherweise öffentlicher Natur: GIGS!
Die Nahrung eines jeden Musikers. Und da wir alle Musiker sein wollen wenn wir groß sind mussten wir unsere Ernährung umstellen. Von konservativen Firlefanz wie Brot und Fleisch hin zu Gigs und Applaus. Wenn ich in meinem geistig grade angeknacksten Zustand richtig gezählt habe, liegen jetzt in jüngerer Zeit 3 Gigs zurück. Man könnte nun schlagfertig sagen wir seien auf Diät - ja ok es hätten mehr sein können aber der Sommer kommt und da gibts wieder mehr von uns zu sehen…. doch erstmal zur Vergangenheit:

Klex
Datum hab ich nicht mehr im Kopf. Aber es war Schneezeit, irgendwann anfang Januar. Wir waren das Vorprogramm von Kjul Hemresa - wie schön das immer klingt: “Wir sind das Vorprogramm von…” - frei nach dem motto “Wir sind eigentlich nichts eigenes, sondern Teil von *Mainact*”…. wie wäre es mit: “Wir sind die heutigen Dienstleister und Lustsklaven von Kjul Hemresa”? …. Bleiben wir am besten bei “Wir supporteten Kjul Hemresa”… supporteten - englisches Wort mit deutschem Mehrzahlanhängsel. Genau wie starker Alkohol und nachts im Ozean baden - eine super Kombination (solange keine Killerdelfine in der Nähe sind).
Im Klex war alles sehr entspannt. Techniker war cool drauf und unser größtes Problem beim Aufbauen war die richtige Platzierung des (mikrig kleinen) “Banners”. Nach dem Soundcheck forderte mich Mark zu ner Runde Kickern heraus. Er meinte, er wäre der Größte. Aber ich besiegte ihn dann 4 mal hintereinander - einmal sogar zu Null. Falls Ihr Mark mal treffen solltet, fragt ihn unbedingt mal nach diesem Spiel !!! Legendär !!!
In der Zeit fingen die Leute vom Radio98eins an “ihr” Klex zu schmücken - ah ja hab ich ja noch nicht erzählt: Also das Radio98eins hatte 150 jähriges Jubiliäum und für die Feier zu diesem Anlass das Klex in Beschlag genommen und die beiden in diesem Beitrag bisher erwähnten Bands gebucht…. Nennt man das eigentlich auch “buchen” wenn man den gebuchten nicht bezalt? *hust* haha!
Das Schmücken war ein echtes Highligt: Man brachte es doch tatsächlich fertig mit Luftballons, eine äußerst fragwürdige Symbolik an die Wand zu hängen. Die passende Kombination aus einem länglichen (wurstähnlichen) Ballon und 2 normalen Luftballons, die am untern Ende des Wurstballons befestigt waren erzeugten einen erschreckenden, nahezu fotorealistischen Eindruck eines Phallussymbols - samt Anhang… herrlich! Der Abend war jetzt schon gerettet! Hey da hingen sogar welche mit 3 Eiern! Wie die Kleinen Kinder freuten wir uns feixend über die Potenzballons, sie hielten auch den ganzen Abend durch.

Jede Menge Testosteron also an den Wänden des Klex als wir mit etwas Verspätung anfingen zu spielen. Bäm war es auf der Bühne dunkel. Wenn man das eigene Griffbrett beim spielen nicht sehen kann hat man ein Problem (wenn man nicht gut genug ist blind zu “spielen”). Also für alle nicht Instrumentalisten: Bass (und die doofe Gitarre) haben so kleine weiße Markierungspunkte zur orientierung, damit man sehen kann wo welcher Ton liegt. Im Dunkeln sind die kleinen weißen Punkte allerdings wirklich gar nicht mehr zu sehen gewesen, vor allem weil sich Gitarrist Frank mit seinem Rumpf immer vor den einzigen Scheinwerfer stellte, der in meine Richtung geleuchtet hat.
Die ersten Töne (sowieso immer eine etwas schwierige Phase) gerieten zur Glückssache. Im Laufe des Konzertes kam ich damit aber immer besser zurecht. Die Leute auch, denn die waren super duper drauf und klatschten anständig. Die geforderte Zugabe schloss dann dieses wirklich gute Konzert hab. Draussen schneite es kräftig und drinnen holten wir uns unsere Kritik ab. Meine Highlights:
Platz 3 - Tontechniker: “War n gutes Konzert!”
Platz 2 - Ein ziemlich angetrunkener Typ sagt zu David “Euer Sänger muss sich mal bessere Schuhe kaufen. So wie die von Eurem Bassisten!” - David zeigt auf meine Schuhe “So wie er?”. Der Typ zeigt auf Frank: “Ne so wie seine!.”
Platz 1 - Ultimativ: Ich trage einen Verstärker in Richtung Außentür. Mir klopfte jemand auf die Schulter und ohne stehen zu bleiben drehe ich mich zu dem Typen um und er schreit mich an “EY DU ARSCHLOCH WARST DOCH EBEN AUF DER BÜHNE!”
Ich mag Kritik wenn sie differenziert ist und von hoher Aufmerksamkeit des Rezipienten zeugt…. oh man hab das wirklich ich geschrieben? Ich weiß nichtmal was Rezipient heißt, aber ich glaube das Wort passt schon.

29.01.10 - Kiste
Ah endlich in die Kiste. Und dann noch die Lustsklaven von einer international agierenden Band - wir sind nichtmal Intercity bisher, sondern nur lokal dem einen oder anderen bekannt. Mundpropaganda wirkt eben doch mal. Aber wie ein Kleinwüchsiger beim Gruppensex mit dem deutschen Olympiateam der Kugelstoßerinnen müssten wir weiter in der Szene auf uns aufmerksam machen um nicht unterzugehen oder zu sterben - und waren daher bei “The Lips” in bester Gesellschaft.
Das Konzert verlief recht gut auch wenn sich diese, für Musiker oftmals nicht so ganz angenehme räumliche Distanz zum Publikum nicht ganz überbrücken ließ. Naja da fühlt man sich gleich wie bei Rock am Ring, wenn das Publikum erst 20 Meter vor der Bühne losgeht. Nur eben ohne Menschenmeer… aber geklatscht wurde auch dort ordentlich auch wenn wir schon besser gespielt haben.
Vielleicht lags auch an der Lichtkulisse, immerhin hatten wir das erste mal so richtig… tolles Licht. So mit (Achtung) Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation Geräten, Moving Lights (jede Menge Fachbegriffe ich weiß)… es gab sogar Nebel der nicht in einem Darm erzeugt wurde (Fachbegriff: Nebelmaschine).
Rückbau! Die erste wirkliche Konfrontation mit dem sich über Wochen fortsetzenden Schneechaos. Irgendwie parkte das Transportauto am Punkt der größten Entfernung zwischen Ausgang Kiste und Parkplatz. Aber beim Tragen wird einem ja auch warm. Ich fragte mich, wie ich bei dem Wetter nach Hause kommen sollte, es lagen bestimmt schon 20 Zentimeter und unter der Neuschneedecke gab es immernoch diese festgefahrenen Schneeplatten.
Eine davon hatte mich schon ein paar Tage zuvor das Gleichgewicht gekostet: Ich legte mich in einer Seitenstrasse gehörig hin. 3 Passantinnen fragten “Gehts Dir gut?…. Sollen wir dir helfen?” - Ich beim aufraffen: “Ne nicht so schlimm, bin auf’m Arsch gelandet” - toll diesen Passantinnen waren junge Frauen. Man die wollten Dir aufhelfen Martin *KLATSCH*!!! . Trottel
Jedenfalls sind alle heil von der Kiste nach Hause gekommen, auch wenn es sicherlich ein Krampf war.

06.02.10 - Publicity
Mundpropaganda! Wir wurden von irgendwem empfohlen in der Szenebar “Publicity” zu spielen. Nice! In der Verhandlung der Gage waren wir knallhart und akzeptierten jedes Angebot das gemacht wurde. Dieses belief sich auf freie Getränke und was zu essen, außerdem durften wir für Trinkgeld spielen.
Technik ham wir selbst gemacht: Mischpult, ein paar Monitore, 1098 Kabel, PA… Hat ne Weile gedauert bis wir uns in der Ecke eingenistet haben. Ich stand mit dem Rücken im Eingang, habe aber denke ich niemanden verjagt. Die Bude war eh rappelvoll. Eigentlich waren alle Plätze belegt und blieben es auch bis zum bitteren Ende. Nichtmal unsere Fahrstuhlmusik-Jamsession-Einlage konnte die Leute vertreiben. Kompliment an uns, der Abend wurde bestimmt kein finanzieller Reinfall.
Trinkgeld belief sich auf 20 Euro + 10 Euro vom Big Boss. Laut Maren (Veranstalterin) skandalös wenig. Naja beschweren tun wir uns nicht, da es den Leuten allen Anschein nach gefallen hat. Abgeschlossen haben wir den Abend dann noch mit einer kleinen Jam-Session und ner gemütlichen Sitzrunde bis in die Nacht. Anschließend sind wir dann wie in der Woche zuvor im Tiefschnee nach Hause.

12.02.10 - Kulturschmiede Stralsund…
…fällt aus wegen “iss nicht bei Bodennebel”. Ne Kacke was? Es hat wiedermal so heftig geschneit, dass alle Zug- und Strassenverbindungen rund um Greifswald gekappt waren. Keine Züge mehr und abseits der Autobahnen anscheinend auch für Autos keine Chance. Da mussten wir zu Hause bleiben und the Big Lebowsky gucken.
Schade denn es wäre unser erster Intercity Gig gewesen, aber Intercity lief/fuhr eben nicht. Außerdem wären wir das Vorprogramm von “Bluesrausch” gewesen. Goddamn !!!

Tja das war also Five Aces für Januar/Februar im Außendienst. Im Innendienst siehts weniger spektakulär aus. Wir enden noch wie Trust Fate und brauchen 5 Jahre um ein Album aufzunehmen, mit Songs die längst fertig geschrieben sind. Das heißt viel Neues gibts nicht zu berichten. Wir hoffen, dass wir bald wieder an Gigs kommen, vielleicht dann auch mal wieder über die Grenzen Greifswalds hinaus… und natürlich, dass die Aufnahmen nicht mehr so schleppend verlaufen.

Tja dann würd ich mal sagen… tschö!

Admiral Martin

Nov 29
Radioaktiv und ein Blick in die Zukunft

okok nachdem ich in einem forum angemeckert wurde, werde ich mich diesmal - genau ab jetzt - um Großschreibung bemühen. Ach wär ich doch Franzose! Ich könnte den ganzen Tag klein schreiben, hätte ne Menge Baguettes und würde schon zum Frühstück ne Flasche Wein kippen und zarte Froschschenkel knabbern.

Aber nun zur Band:
Tja ich habe diese Sache mit dem Blog doch vernachlässigt. Das letzte mal als es etwas zu Berichten gab habe ich angefangen zu schreiben, in Word abgespeichert und… nicht abgeschickt? hmm zum Glück habe ich die Datei grade gefunden (was auch den Anstoß gab, jetzt zu schreiben) und kann also einfach herauskopieren:

Der Höhepunkt unserer bisher kurzen Karriere wurde gestern (Eigentlich vor nem halben Jahr. Anm. des Martins aus der Gegenwart - wenn Ihr das lest, allerdings auch der Vergangenheit)…. erreicht. Das greifswalder Radio 98.1 (”eins als Zahl bitteschön!”) veranstaltet wöchentlich die Sendung “Saitensprung” in der sich Bands vorstellen können und unplugged einige eigene songs - neu interpretiert - zum besten geben können.
Da unser Allrounder Flo diese Sendung mitgegründet hat und super knorke Chef oder sowas ist, brauchten wir uns dank guter Kontakte auch nicht hochschleimen um den “Auftritt” zu bekommen. Jaja thats Buisness (schreib ich das nun groß? Ist doch englisch!)…

Also hieß es für uns gestern Abend spielen, raten und reden (bääh)… verdammt warum reden? Wozu habe ich denn einen Bass in den Kniekehlen hängen? Das was auf den Schultern sitzt nutzen Bassisten doch gemeinhin nur ungern - höchstens zum Getränk Einfüllen. Aber da musste wir dann alle durch.

Der langjährige five aces Fan hat natürlich beim ersten Livesong gemerkt, dass Flo sich ein Schifferklavier besorgt hat und damit durch die Songs quetschte, ansonsten gab es für Mark den Wechsel vom Drumset zum Klopfkasten, mit dem er sich in der Zeit vor dem Auftritt nicht anfreunden wollte. Zwangs-Ehen gehen also am Ende doch gut. Von den Indern können wir viel lernen. Inzwischen haben sich die beiden aber wieder scheiden lassen. Der Kasten bekommt die Hälfte von Marks BAföG und das Sorgerecht an allen leiblichen Nachkommen.

Tja gemütlich war es… draussen Gewitter, drinnen ein männlich markanter Dunst den nur 5 schwitzende Aces erzeugen konnten. Nicht in der besten Verfassung. 3 Mitglieder unterlagen der Wirkung des Restalkohols und einer ging mit O Beinen aufgrund einer folgenschweren Nacht.
Aber wir schlugen uns verhältnismässig gut, spielten sauberst alle Songs, grüßten unsere Muttis und schruben eine geniale, knackige Freejazznummer. Hätte John Coltrane uns gehört, er wäre vor Erstaunen, Bewunderung und Sympathie glatt weiß geworden.
Als wir das Radio verließen schien die Sonne auch kurzerhand mal extra für uns. Ende gut alles gut!

Den Tag beendete für mich mein traditioneller “Döner-komplett” und eine Portion “Dillinger Escape Plan” während eines Gewitters… wunderbar. Imbissfraß, kranke Musik und romantisches Wetter - eine beinahe tödlich gute Kombination. Es lebe die Vielfalt!

Inzwischen ist ein Song, den wir unplugged gespielt haben, auch auf unserer Myspace Seite zu hören.
Er heißt “I am so confused”, und wir haben ihn mehr oder weniger zum ersten mal gespielt. Im Grunde existiert der Song schon sehr lange…. ich meine fast, dass Mark ihn schon vor der Bandgründung schrub. Später lug David seinen Text drauf und der Song war erstmal irgendwie mehr oder weniger beiseite gelegt. Kurz vor dem Auftritt wurde das dann fertig gemacht, ich glaube wir spulten ihn einmal und haben dann noch verbal einige Änderungen vorgenommen… es hat mich überrascht, dass der song klupp.

Viel spaß damit!

Unsere Pläne momentan:
1.) - 08.01.10 Five Aces Live im Klex
Ja wir melden uns nach langer zeit direkt mit nem gemütlichen Gig zurück. Unser heimlicher Ziehvater (Radio98eins) feiert den 5. Geburtstag. Geladen ist jede Menge Greifswalder Prominenz. Nach einer Runde Topfschlagen und Reise nach Jerusalem werden einige Bands aufspielen und die Hallen rocken. Wer uns sehen will ist dabei! Und wir sinds sowieso. Uuuund wer uns scheiße findet, der schickt seine Feinde hin - so sind alle glücklich.

2.) - Albumproduktion
Wir hoffen, dass man uns nun bald auch in Kunststoff gebrannt erhalten kann. Und Kunststoff hält wie wir wissen ewig. Momentan haben wir die ersten Aufnahmen gestartet und hoffen dass wir dann spätestens im Januar fertig werden. Dann könnt Ihr uns mannigfaltig einsetzen. Als Frisbee, zur Verschönerung eures CD Regales, zum Hören oder Ihr hängt uns einfach nur an Euren Autospiegel und versucht Radarfallen damit zu auszutricksen. Mit normalen CDs geht das nicht aber mit unserer schon!

3.) - Döner
Komplett!

Sooooo das …. wars.
Martin

Jun 23
nach dem gig ist vor dem gig

so leutchens,
gleich vorweg: ja ich schreibe alles klein und bandmitglieder müssen das nicht unbedingt korrigieren. und wenn sie es doch tun, sollen se nicht pöbeln :D
kommas gibts nach dem zufallsprinzip und sonstige rächtschraipfelehr dürf ihr euch gerne ausdrucken und übers bett hängen um dann darunter einen vodootanz aufzuführen bis das bett zusammenbricht und ihr hinfallt und mit dem fuß in einer breiigen masse stecken bleibt, die mal das gesicht eures besten freundes war - vergesst es! das ist five aces!

ja aber martin wie war es denn nun hä?!

ganz ruhig! erstmal vorweg der masterplan:
das legendäre greifswalder radio 98eins übernahm planung und kosten für eine der vielen bühnen die diesen tag greifswald zierten. spielen sollten:
five aces (juhuu), Looks that Kill, Granny’s Nephews, Mexicola und schließlich Trust Fate.
jede band hatte so etwa ne stunde zeit (inklusive aufbau).
aufgebaut wurde ab 7 uhr. da hieß es bühnenteile stapeln, kisten schleppen, kabel klickern… keuchende musiker, blutige hände, schwitzende ärsche.
*zisch* das erste bier… wie jeden sonntag um halb 11. die hälfte des kühlen getränkes verteilte ich nach einer unachtsamkeit auf der bühne - die damit offiziell eingeweiht war. alkoholmißbrauch unter musikern.

was solls, die sonne brannte unerbittlich und we needed to cool down (endlich - das erste wortspiel mit einem unserer songs). aber dunkle wolken türmten sich am horizont um zum angriff überzugehen.
zum glück wurden große zelte/pavillions organisiert die wir schon vorher aufgebaut hatten. durch meine 6 jahrige THW-Zeltbauerfahrung fühlte ich mich sofort heimisch (ich bin der größte!) und die dinger standen im nu. kurz vor dem soundcheck mussten wir den pavillion dann allerdings über die bühne stellen denn der beginnende nieselregen, würde zusammen mit elektrischen anlagen nur böses aua geben. außerdem würden wir wie die hunde stinken, die geprügelt und in bier gebadet wurden (das ist übrigens die geheime zutat beim Oettinger Export!).
nun der soundcheck ging dann rasend schnell.

Warum ging der so schnell?

ja himmel! hast du mal auf die uhr geguckt? halb 12 durch, dabei wollten wir um 11 anfangen. naja ein anruf bei den orgas der fete ließ verlauten, dass wir die veranstaltung auch bis 17 uhr laufen lassen können, gepaart mit widersprüchlichen angaben zu terminverscheibungen der Trommelgruppe, die unser kleines festival abschließen sollte, gab das ein bisschen hin und hergeschiebe bei dem eigentlich alles geklärt schien… doch sie ahnten ja nicht was ihnen bevor stand.
(und schachtelsätze rocken mehr als die rocky mountains)

ok wir also mit verspätung losgelegt. ich hatte die ehre, mit dem ersten akkord, die five aces (anscheinend schreiben wir uns jetzt immer klein o_O ) offiziell in die greifswalder bandszene einzustöpseln.
wir sind da hört uns an… höh? ah da waren ja wirklich welche! anfangs hatten wir befürchtet es würde aussehen wie beim elternabend… ja einige von uns mussten doch mal, nach der langen “was macht ihr eigentlich für musik jungchen?” zeit, die chance nutzen und diese frage der lieben familie direkt live beantworten. außerdem brauchten wir lautstarke unterstützung, doch wie gesagt es versammelten sich ne menge leute.
positiv geschätzt etwa 1500… realistisch geschätzt 200. naja… immerhin zogen die anderen, bereits regional etablierten bands eine kleine, gut gelaunte fanbase mit und da das wetter auch eigentlich ganz ordentlich war, sah es weder nach elternabend aus noch, wie teheran, nachdem die iranischen revolutionsgarden eine liberale demo “aufgelöst” hat (letzterer eindruck wurde auch durch die menge an fotoapparaten bestärkt… haha!)

nunja dann wechselte ich an mein lieblings stamminstrument (der bass - auch als “klofrau unter den instrumenten” bekannt) und wir spielten die nächsten 3 songs bis wir unsere programm für 10 minuten unterbrechen mussten, da irgendwo eine bläsergruppe etwas zum besten geben wollte, was aber auf dem rubenow-platz niemand gehört hat (dafür haben die uns gehört… harhar!) - zeit das bier wieder der natur zu zu führen.
es folgte unser song “fool” bei herrlichsten sonnenschein (kurz vorher wurde die hauptveranstaltung des abends vom hafen (open air) in die räumlichkeiten der mensa verlegt - wegen des schlechten wetters versteht sich). leider steckten wir zu dem zeitpunkt noch unter dem zelt… nunja was folgte war halt unser restliches programm. die leute klatschten, waren zufrieden. wir trollten uns von der bühne, während typen in bademantel und mit handtuch um den arsch aufgeregt ihre show vorbereiteten… ah ja “Looks that Kill” hatten sich anscheinend etwas vorgenommen!
ich verschaffte mir währenddessen trotzdem ein bild von dem, was in der greifswalder innenstadt sonst so los war… außerdem wurde ich zum essen eingeladen - also gabs erstmal Spagetti á la Pampa beim italiener um die ecke, mit blick auf die show des greifswalder impro theaters (seeeeeehr zu empfehlen die mädels und jungs). Bei meiner rückkehr zur bühne fingen die Granny’s grade an ihren neuen bassisten live einzuweihen (uha rock und fretless? junge du bist besonders - aber sehr gut :o) ).
mein persönliches greifswald-highlight folgte - mexicola. where I belong - hach wie schön. wenn ihr irgendwann mal den durchbruch schafft, werdet ihr diesen dauerbrenner hassen :D. ich halte ihn noch ne weile aus.

wie die bands ihre auftritte aus ihrer sicht verlebten, lest ihr am besten in deren blogs. nur bei Trust Fate wird es da wohl hängende ohren oder schäumende münder geben. denn die kollegen wurden kurz vor ihrer show überraschend gecancelt. grund waren, so muss man es sagen, verärgerte anwohner die die polizei angerufen haben. diese drohte unverzüglich mit räumung des platzes, denn beim ordnungsamt war diese veranstaltung nur bis 16 uhr freigegeben. außerdem kann, nach einer zweiten warnung,  in so einem falle die technik (teilweise aus privater hand ausgeliehen) beschlagnahmt werden. da sahen sich die verantwortlichen dazu gezwungen da konzert kurzerhand abzubrechen.
sehr ärgerlich, wenn man bedenkt mit wie viel aufwand Trust Fate ihre show geplant hatte.

nunja, da das ordnungsamt auch an einem solchen schönen sonnigen, sonntag (4x s - ich bin der größte!) für zucht und ordnung sorgt, mussten wir also ab 17 uhr wieder abbauen, wahrscheinlich unter dem applaus eines rüstigen rentners…
also wieder knackende rücken, triefende nasen, gerissene fingernägel, schwitzende ärsche, unter der last der lautsprecher gurgelnde mukker… wo sind eigentlich die looks that killers beim abbauen? naja immerhin ließen sie ihre zahnbürsten und rasierapparate zur belustigung da…

ah das zelt muss abgebaut werden - meine spezialität! jetzt fangt doch nicht ohen mich an! ihr macht das doch falsch!
thw erfahrung macht sich eben doch nochmal bezahlt. die ganzen samstage, die ich (anstatt bei meinem hund im garten) auf irgendwelchen einsatzorten, bei hochwasser, eingestürzten schulen und feuerwehren verbracht habe lohnen sich also doch noch. beim zeltbau bin ich mensch - da darf ich sein. die helfenden frauen sind auch noch mal eine stange hübscher als das haarige maurerdekoltee des THW kollegen (”*kratz*”) - was will man mehr.
katjas schinken, paprika, katzenfleisch, salamie und käsemuffins vielleicht - die rundeten jedenfalls den abend ab.

joah das wars. morgen gibts bandtreffen mit auswertung und musikalischer arbeit an unserem interlektuellen kracher: 5/4 takt im beginn, dann 6/8 takt und irgendwann noch der eingeschobene 34/13 takt. “det is nich schief! det soll so”
ich nenne den song schon jetzt “the motherbrain”.

joah das wars dann wohl. tschüs!

HALT mal! was soll denn die überschrift?

naja, jetzt wo der erste gig gelaufen ist, gehen wir direkt in die vorbereitung zum zweiten. ich weiß grade nicht aus dem kopf wann der ist - steht aber auf der myspace seite. naja und dann planen wir natürlich weitere auftritte, bandkontakte sind geknüpft, locations werden angeschrieben, demos aufgenommen - da geht noch was.
es sei denn “the motherbrain” killt uns alle. nach eine theorie von stephen hawking fällt das universum in sich zusammen wenn eine band es schafft diesen song einmal komplett fehlerfrei zu spielen. wir arbeiten dran! eine andere theorie von Karl Ranseier (gestorben juni 2009) tötet dieser song nur die menschen die ihn perfekt hören. wenn also in ein paar wochen ein fauler geruch aus unserem proberaum kommt haben wir es geschafft!

beste Grüße

Admiral Martin

Mai 18
Pionierarbeit

So, wir schreiben den 18. mai 2009. Draussen wird es spürbar Frühling, Bienen fliegen und Vögel machen Sex, wie es uns unsere Biolehrer immer versucht haben zu erklären.

Und mit dem heutigen Tag ist diese myspace-site endlich um 2 Demos reicher und damit offiziell eröffnet. Damit sind wir wohl die 10 hoch 27te band, die sich im internet präsentiert - ein Geniestreich ein ganz großer!

Seit Gründung haben wir natürlich fleißig eigene Songs geschrieben. Manchmal war es schade um die noten, doch aus einigen Experimenten wuchsen schließlich die ersten heldenhaften Songs heran, die für five aces nun Pionierarbeit leisten - “don’t wanna go” und “time of bender” sind die ersten Früchte die am Baum der five aces gereift sind und sich nun ins internet wagen.
Und die Reifezeit war lang: Mark hatte sie wahrscheinlich schon vor dem Mauerfall geschrieben, brachte sie mit in die band, entstaubte sie kurz und nun sind sie endlich fertig.

Das ist natürlich nicht alles was wir vorzuweisen haben. geschätzte 5-6 weitere Songs lauern in der Schublade und können es nicht erwarten ihren beiden Vorreitern zu folgen, aufgenommen und geonlined zu werden… vorrausgesetzt Flo entschließt sich - wie jeder normale Regionalmusiker - endlich mal dazu, die Band über seine Arbeit und familiären sowie sozialen Verpflichtungen zu stellen.

Nungut, da die Songs aber in unseren Köppies bereits fertig sind, haben wir genug Material für einen ersten gig. Und was für einen - wir bespielen die sagenumwobene
fete de la musique

o_O
wow…. five aces auf einem internationalen Festival
. der Durchbruch ist nahe
hoffen wir, dass viele Leute kommen, die möglichst auch noch viele Leute mitbringen.
Die fete steigt am 21.06 in der Greifswalder Innenstadt - gut vormerken!
nähere Infos folgen

beste Grüße
Martin

p five aces